SKIPPERTIPPS von A bis Z


Kroatischer Such- und Lebensrettungsdienst Telefon  
9155 oder 195 (mit Vorwahl 051-9155 oder 051-195)
 


Bojen I



 


Die Betreiber der Bojenfelder empfehlen die Boje aus dem Wasser zu heben und den Festmacher am unteren Ring der Boje zu befestigen.

 so geht`s richtig 
 


Bojen II

 


Eine besonders sichere Art des Festmachens an der Boje ist, von beiden Bugklampen jeweils einen  Festmacher an der Boje zu befestigen. 

 

Cappuccino
C
appuccino ganz einfach. Mit der klassischen Cappucinokanne einen Espresso zubereiten (geht am Gaskocher ganz schnell). Nun fehlt noch der Schaum. Dazu einfach ein Wenig Milch in ein leeres Marmeladenglas geben und kurz schütteln.
 

Hai


 

Gefährliche Haiarten kommen in der Adria nicht vor, es verirren sich selten einzelne größere Exemplare hierher. Trotzdem wird empfohlen nur da zu Schwimmen, wo man den Grund sehen kann. Auch sollte nicht nachts in der Nähe größerer Boote geschwommen werden.
mehr zum Thema
 
Kochen I

Rührei und Omlett


Tipp von Anton Hubatschek: Leere Marmeladengläser mit Schraubdeckel (oder Gurkengläser) eignen sich hervorragend zur Herstellung von Rührei: Deckel auf, Eier rein, Gewürze (Sahne, Käse etc.) dazu, Deckel drauf und heftig 2-3 mal schütteln, Masse in die Pfanne geben. Spülen: ein wenig heißes Wasser und einen Schuss Spülmittel rein, Deckel drauf, Schütteln und ausleeren, nachspülen, fertig! Größere Gläser kann man auch zur Herstellung von Omelett- oder Pfannkuchenmasse nehmen.
 

zu unseren Rezepten für die Bordküche
 


Kühlung I

 

 


Vor Antritt des Törns wird die Kühlbox randvoll mit Getränken (Dosen, Flaschen, am Besten schon vorgekühlt ) füllen, dann die Kühlung auf höchster Stufe so lange als möglich laufen lassen. Dieser Bestand dient als Kühlakku für die stromlose Zeit unter Segeln.

 

 

Kühlung II

 

 

 

Tipp von Hans Fandl: Wenn der letzte Eiswürfel verbraucht und die Getränke die Körpertemperatur überschreiten, gibt's nur noch folgendes: Getränk (möglichst in Glasflasche) fest in ein Frotteehandtuch wickeln (einrollen), beiderseits abbinden, diese "Wurst" ins Wasser tauchen und frei aufhängen. Wenn trocken, Getränk gekühlt! Prinzip: Verdunstungswärme(-energie) wird der Umgebung, sprich Flasche, entzogen. Prosit!

 

giftiger Fisch
Petermännchen

 

 

 


Das Petermännchen gehört zu den gefährlichsten europäischen Gifttieren!

Besonders schmerzhaft und gefährlich ist das Gift des Petermännchens, der sich auch im Sand vergräbt. Der Stich brennt höllisch und schwillt ca. 4 Wochen lang an. Einzige Möglichkeit der Linderung ist ca. 45° C heißes Wasser , in das man Hand oder Fuß legt. Das Gift besteht nämlich aus hitzeempfindlichen Eiweißen.



Tipp von Guenther:
Leider ist einem Mitsegler beim Angeln dasselbe Missgeschick wie mir mit dem Drachenkopf passiert: Er angelte ein Petermännchen … und wurde von ihm gestochen.

Den sofort einsetzenden heftigen Schmerz haben wir genauso wie beim Drachenkopf behandelt: Die Hand sofort (!) in sehr warmes Wasser (Achtung: mit der gesunden Hand immer prüfen, ob es nicht zu heiß ist: Verbrühungsgefahr!) gehalten und dieses immer wieder erhitzt. Nach langen 2,5 Stunden war der Schmerz komplett weg und die Hand nur noch durch das Wasser etwas empfindlich.

Generell ist zu beachten, daß gestochene Personen u.a. Kreislaufprobleme bis hin zum Kreislaufkollaps bekommen können. Sie sollten deshalb unter verstärkter Beobachtung durch die restliche Crew gestellt werden. Dazu gehört evtl. auch für 24h eine (Nacht-)Wache und das Verbot, Tätigkeiten, bei denen man in die See fallen kann, auszuführen (auch z.B. über die Reling zu urinieren etc.).

Weitere Infos durch die „Informationszentrale gegen Vergiftungen“ des Uniklinikums Bonn : http://www.gizbonn.de/?id=861

Achtung: Das Petermännchen sieht an der Angel nicht so aus, wie auf dem Bild in Skippertipps. Er ist ein farbenprächtiger Fisch mit komplettem Flossensaum auf der Unterseite und einem fächerartigen Schwanz!

Tipp von K. Reichart:
Petermännchen und Skorpionfisch: Mit einer Schere die Stacheln entfernen, oder auf dem Fischmarkt machen lassen. Sonst Stichwunde darum herum stark kühlen um die Blutzirkulation zu minimieren und die Stelle selbst erhitzen. Das Gift ist ein Einweißkomplex, der zeitlich und temperaturabhängig nicht stabil ist und bald zerfällt. Wichtig: Sofortmaßnahme! Geht das Gift ins Blut, gibt es langwierige Probleme (Nekrosen etc
 

giftiger Fisch
Drachenkopf

Dazu schreibt Günter Tomczyk:
Ich habe das Glück gehabt, beim Angeln in der Bucht einen sehr gut schmeckenden Drachenkopf zu fangen. Leider war mir nicht bewußt, daß dieser Fisch zu dem Skorpionfischen zählt und nach dem "Petermännchen" als zweitgiftigster Fisch des Mittelmeeres gilt. Er sah schon so wehrhaft mit seinen Stacheln aus, daß ich ihn vorsichtig tötete und ausnahm. Als alles im Prinzip schon fertig war, habe ich ihn auch noch geschuppt und mich leider dabei an der giftigen Afterflosse gestochen. Der Schmerz nahm immer mehr zu. Da ich früher mal gelesen hatte, daß das Gift der Meeresbewohner bei 65grd zerfällt habe ich glücklicherweise wohl das einzig richtige getan: Einen Topf mit Wasser erhitzt, so daß ich mit der gesunden Hand noch soeben hineinfassen konnte, und dann meinen verletzten Finger hineingehalten. Achtung wichtig: Das Wasser darf natürlich nicht so heiß sein, daß man darin verbrüht!!! Wenn das Wasser nur noch warm war, habe ich es wieder entsprechend erhitzt. Nach ca. 1,5h ließ dann dann der starke Schmerz zunehmend nach und verschwand nach ca. 2 Std. ganz. Zurück blieb nur noch einen etwas angeschwollener Finger.
 

Quallen

 

 

 

 

 

 

 

 


Betroffene Stellen mit Sand abreiben, das Gift mit Essig neutralisieren.
 

Tipp von Albert Funk:

Letztes Jahr hat eine Feuerqualle meinen Sohn sehr stark am Handrücken verätzt. Die Wunde war wie eine Säure- oder Laugenverätzung und hat sich Monate lang nicht geschlossen;
auch Hautärzte konnen im Nachhinein den Heilprozess kaum beschleunigen, da der Schaden am Gewebe schon tief saß. Die Narben sind nach einem Jahr immer noch sichtbar.
Von den erwähnten Mitteln erschein mir nach einigem googeln Essig, Abrasieren und heißes Wasser (Vorsicht vor Verbrühungen, besonders Kleinkinder!!!)wohl die wirksamsten Mittel zu sein.
Jedoch sollte man  vorbeugen, die Quallen- und Sonnenschutzcreme "Canea" beinhaltet dazu besondere Wirkstoffe.
In Selbstversuchen mit Quallen habe ich die Substanz noch nicht getestet, aber wenn auch nur 50% der Nesseln deaktiviert werden ist das wohl ein großer Fortschritt.
Auch wenn keine Quallen direkt zu sehen waren haben wir beim Schwimmen schon oft eine Nesseln gestreift, die eine brennnesselartige Rötung der Haut hervorruft....also Vorsicht.

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Dazu schreibt uns Pitter:
Bei verschiedenen Quallensorten ist es nicht richtig mit Sand zu reiben! Es kann zu einer Nesselexplosion kommen die dann die Giftzufuhr in den Körper des Opfers erst recht startet. Ich hatte das Pech, mit meinem Sohn in eine portugisische
Galeere zu kommen und habe die first Aid noch gut im Kopf. Spülen mit dem Wasser aus dem das Tier kommt ( lach nicht - es gibt Süßwasserquallen! ) . Dieses Wasser sollte ev. erwärmt sein, damit die Eiweißmoleküle der Giftmischung ( jede Qualle hat nicht nur ein Gift ) sich zersetzten. Ansonsten hilft nur ein Spurt zum nächsten Krankenhaus. Dort wird meist eine Salzlake aufgebracht , die dann die Poren öffnet und erst dann lassen sich die Nesseln ohne Gefahr lösen. Eine Schmerzbehandlung ist unumgänglich!
Reiben bei einer z.B. potugisischen Galeere kann einen Herzkranken ins Jenseits bringen!

Ralf-Ulrich Wilbrand hat eine interessante Methode bei der DLRG entdeckt:
Die Küstenstationen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) setzen auf Rasierschaum. Nach dem Kontakt mit einer Feuerqualle entfernt dieser wirkungsvoll die Nesseln und verschafft der Haut so Linderung. "Wer mit Feuerquallen in Berührung kommt, sollte das Wasser sofort verlassen und die betroffenen Hautstellen mit Essig oder Rasierschaum einreiben. Den Schaum trocknen lassen und mit einem stumpfen Gegenstand wie einem Messerrücken oder einer Plastik-Kinderschaufel abreiben, um so die Nesseln von der Haut zu lösen. Danach die Körperregion ruhig stellen. Bei starken Schmerzen und Hautrötungen sollte zur Vorsicht der Arzt aufgesucht werden“.

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Tipp von Herwig Mayrhofer:
Mein Typ den ich selber bereits Jahrelang als Taucher benütze: Mit PERTROLEUM (aus der Apotheke , habe ich immer an Bord) abtupfen NICHT REIBEN. Nach 30 Minuten keine Schmerzen und nächsten Tag alles OK!!!!!!

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Tipp von K. Reichart:
Immer starke Ammoniaklösung an Bord haben. Kann dann notfalls zum flächigen Spülen verdünnt werden. Urin, auch von mehreren gesammelt hat, bei portugisischen Galeeren schon Leben gerettet.

 


Ratten

 

 


Ja, Ratten gibt es überall, auch in Kroatien. Ratten sind neugierig und haben immer Appetit. Dazu sind Ratten geschickte Kletterer, die ohne Problem über eine Landleine an Bord kommen können. Die Chance auf ungebetenen Besuch ist in belebten Marinas gering. Anders verhält es sich in einsamen Buchten. Der Versuch Ratten mit Fallen zu fangen oder zu vergiften ist selten erfolgreich, und, wer hat schon gerne größere Mengen Gift an Bord.
Ein probates, biologisches Mittel gibt es allerdings: Versehen Sie die Leine mit drehbaren Scheiben. Zur Not tun`s auch ein paar leere Mineralwasserflaschen. Die Ratte findet nun auf ihrem Weg über die Leine plötzlich keinen Halt mehr und fällt ins Wasser. Keine Angst, sie wird sich nicht auf die Yacht, sondern, da Ratten gute Schwimmer sind, zurück an Land retten. Da diese Tiere sehr intelligent sind, ist ein zweiter Versuch dieser Ratte unwahrscheinlich.

Wir haben für Sie noch eine kleine Grafik angefertigt, um das System zu verdeutlichen.

 
Schlangen
In Kroatien leben drei Arten giftiger Schlangen, die Hornotter/Hornviper, die Kreuzotter und die Wiesenotter, die auch Spitzkopfotter oder Karstotter genannt wird. Hinzu kommen zwei Arten schwächer giftiger Schlangen, die Katzennatter und die Eidechsennatter. Aber nur die Hornotter und die Kreuzotter sind eine potentielle Gefahr für die Gesundheit der Menschen. Auf vielen Inseln leben keinerlei Schlangen.
Bei Begegnung mit Schlangen, sollte umgehend der Rückzug angetreten werden. Besondere Vorsicht ist beim Klettern an Felsen geboten. Immer darauf achten wo Halt gesucht wird.
Sollte es jedoch zu einem Biss kommen, ist umgehend die Rettung zu verständigen. Alle größeren Krankenhäuser verfügen über ein Gegengift.

Ein Beitrag zum Thema Schlangen von Gerhard Clemenz

Seeigel

 

 


Sollte man trotz aller Vorsicht einmal in einen Seeigel getreten sein, die eingedrungenen Stacheln mit einer Pinzette entfernen und das Gift mit Essig neutralisieren.


dazu ein Tipp von K. Reichart:
Die Stacheln auf keinen Fall mit einer Pinzette ziehen, sie brechen beim kleinsten Wackler ab. Die Einstichstelle mit einer sterilen angeschliffenen gröberen Injektionskanüle etwas weiten. Das ist in der Lederhaut nicht schmerzhaft. Dann etwas tiefer stechen (ev. schmerzhaft) und heraushebeln / schieben. Desinfizieren und gut ist es. Habe einmal einer Schwimmerin die nachts auf einer Kolonie Seeigel landete (Ausbringen einer Landfeste bei einem Gewitter) ca. 30 Stacheln aus den Oberschenkeln geholt. Ganz ohne Folgen! Meiner Schwester habe ich schmerzhaft die Fußsohlen behandelt. Branntwein oben, Merfen unten und dann schmerzfrei.
 
Tauchen
Stand Januar 2009:

Es gibt nach wie vor die Möglichkeit eine Jahreslizenz für 2400 Kuna zu kaufen. Mit dieser Lizenz sind Sie berechtigt, ohne offizielle Begleitung zu tauchen. Dabei ist zu beachten, daß viele Gebiete nicht betaucht werden dürfen. Dazu gehören Naturschutzgebiete und historisch wertvolle Plätze. Letztere dürfen aber mit offizieller Begleitung (Führer aus einer Tauchschule) besichtigt werden.

Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, daß es auch eine günstigere Variante für 100 Kuna gibt. Diese berechtigt jedoch nicht zu Tauchgängen ohne offizieller Begleitung.

Für Informationen ist das kroatische Wirtschaftsministerium, Abteilung Tauchsport zuständig:
Tel: 00385 1 4561-792; 00385 1 4561 555
Fax: 00385 1 4828-499
Web: www.hgk.hr
Email: lmiscin@hgk.hr oder turizam@hgk.hr

 


Wasser I

 

 

 

 


Hoher Wasserverbrauch muss nicht sein.

Besser auf der Badeplattform mit Salzwassershampoo (gibt`s auch bei uns zur Seite) abseifen, mit ein oder zwei Pütz Meerwasser spülen. Dann genügt auch eine 1,5 Literflasche Süßwasser zum Abspülen des Salzwassers.

Dazu schreibt uns Anton Hubatschek:
Zum Duschen auf der Badeplattform mit Meerwasser geht auch Spülmittel, welches Haut und Haare sehr gut (auch verdünnt bei Spülmittelkonzentrat) reinigt. Abspülen mit Meewasser, nachspülen mit Süßwasser. Nimmt man zum Nachspülen einen Pumptank (Gärtner kennen das: pumpen und sprühen von Pflanzenschutzmitteln) mit feiner Sprühdüse, genügt pro Person 1 L Wasser. Lackiert man den Wassertank schwarz und hängt ihn in die Sonne, hat man auch schönes Warmwasser zum Nachduschen.

Zum Thema Wassersparen gilt, dass es nicht unbedingt nötig ist, sich nach jedem Sprung ins Wasser abzuduschen. Einfach mit dem Handtuch gut trocken reiben (besonders Gesicht und Rücken) reicht oft aus, v.a. bei den Burschen mit kurzem Haarschnitt. Auch das Vorspülen der Töpfe und Pfannen mit Meerwasser (besonders wenn sie stark verschmutzt sind) von der Badeplattform spart Süßwasser. Oder aber man chartert eine Gib' Sea 51 mit fast 1000 Litern Wassertank....aber das ist eine andere Geschichte.
Mit freundlichen Grüßen
Markus Klinger, Wien

Hier ist eine ganz einfache, simple Methode zum Wasser sparen. Nach dem Schwimmen bzw. zum Schluß nach dem Duschen mit Seewasserseife nehmen wir - mangels eingebauter Heckdusche - mit einer 1,5 l Plastikflasche eine Süsswasserdusche. Die Ergiebigkeit einer solchen "Handbrause" kann man erheblich steigern, wenn man den Schraubdeckel der Flasche mit einem spitzen Messer oder ähnlichem perforiert; je feiner desto besser, wieder aufschraubt und dann "duscht". Einige solcher Deckel liegen bei uns immer im Schwalbennest im Cockpit. Man glaubt's kaum aber das bringt tatsächlich was. Ist eigentlich auch logisch. Aus der fest eingebauten Dusche und auch aus der Dusche zu Hause kommt ja auch kein Schwallwasser, sondern Wasser mit Luft. Probiert's mal aus.
Werner aus Karsruhe
 


Wasser II

 

 


Kochen mit Salzwasser:

z. B. für Nudeln, Kartoffeln und Reis genügt eine Mischung aus 2/3 Meer- und 1/3 Süßwasser.
 


Versicherung

 

 


Haben Sie auch schon daran gedacht, eine Skipperhaftpflicht- Versicherung abzuschließen?
Achten Sie auf das Kleingedruckte. So sollte auch grobe Fahrlässigkeit mitversichert sein.

 

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