Edelstahlgrill
von Thüros

 

Das Testgerät
Getestet haben wir einen quadratischen Tischgrill aus Edelstahl, den man gleichermaßen auf der Badeplattform, wie auch zuhause einsetzen kann.
Anzünden
Der Grill ist nach dem Anzünden mit handelsüblichen Grillanzündern nach ca. 30 Minuten auf Betriebstemperatur, das heißt, die Holzkohlen sind da bereits mit einer hellen Ascheschicht überzogen. Er entwickelt eine recht hohe Temperatur, wie wir das von den Säulengrills her kennen. Beim Grillen auf der Badeplattform empfiehlt es sich eine kleine Unterlage, wie ein Holzbrettchen zu verwenden.

Reinigung
Der Grill ist einfach zu reinigen. Einfach die Glut mit Wasser löschen, was zur Verseifung der Asche führt, die die Reinigung erleichtert.
Zuhause stellen Sie den Grill einfach in die Spülmaschine, was durch die geringe Größe kein Problem darstellt.
Der sehr stabile Gitterrost ist absolut glatt poliert, so daß hier die Reinigung mit einer Drahtbürste schnell erledigt ist.

Fazit
Der Grill, wie auch der Rost sind sind sehr solide gefertigt und absolut rostfrei, die Heizleistung völlig ausreichend.
Die Größe von 30x30 cm bei einer Arbeitshöhe von 18 cm ist handlich genug um diesen im Reisegepäck mitzunehmen und groß genug auch einer mehrköpfigen Crew ohne lange Wartezeiten servieren zu können.
Bei dieser guten Qualität des Materials und der Verarbeitung ist der Preis von 60 Euro gerechtfertigt.
 

Bewährte Grillmethode
Das Grillgut auf den gut heißen Grill legen und von beiden Seiten scharf anbraten.
Fleischstücke werden gewendet, wenn die Ränder beginnen hell zu werden und auf der noch rohen Seite Saft austritt.
Nachdem beide Seiten eine appetitliche Bräunung zeigen, das Fleischstück vom Grill nehmen, mit einer Mischung aus Olivenöl, fein gehacktem Knoblauch, Petersilie und Gewürzen beträufeln und auf einen Teller Legen, der einem zweiten Teller abgedeckt wird. Nun lässt man das ganze noch einige Minuten ziehen und garen. Dadurch bleibt das Fleisch saftig und nimmt an Geschmack zu.
Bei Fisch kann in ähnlicher Weise verfahren werden. Besonders schmackhaft wird dieser, wenn er vor dem Grillen mit aromatischen Kräutern und Gewürzen gefüllt wird.

TIPP:
Die mitgebracht Holzkohle im luftdichten Beutel aufbewahren, da diese hygroskopisch ist und laufend die Tendenz zeigt, den Feuchtigkeitsgehalt zu erhöhen.
Feuchte Grillkohle führt immer zu entnervenden Prozeduren beim Anzünden, die Kohle "knallt" und erreicht nicht die gewünschte Temperatur.
 
Achtung
Bitte achten Sie beim Grillen an Bord darauf, daß Ihre Nachbarlieger nicht "eingenebelt" werden. Sollte Ihre Grillparty auf einer (hoffentlich verlassenen) Pier stattfinden, ist unbedingt auf ablandigen Wind zu achten, da in der warmen Jahreszeit eine extrem hohe Brandgefahr auf den Inseln und an der Küste besteht.
 
Dazu schreibt Gerd Auer:

Hallo lieber Skippergemeinde,
die neue Rubrik mit Testergebnissen ist sicher eine Bereicherung dieser ohnehin spannenden Seite. Der Tipp, Vorsicht beim Grillen an Stränden und auf Inseln walten zu lassen ( ablandiger Wind ) ist allerdings im wahrsten Sinn brandheiß. Ich möchte mich nicht erwischen lassen offenes Feuer o.ä. zu zelebrieren, denn die Strafe dürfte ein schmerzhaftes Loch in die Kasse reißen. Zurecht meine ich, denn es muss bei aller Romantik nicht sein, die Vegetation und eventuell auch Leib und Leben abzufackeln nur weil es abenteuerlich ist. Es gibt viele köstliche Schmankerl die ohne Flamme verzehrt werden können. Mit Wein oder Bier zu löschen ist besser als Löschflugzeuge zu bemühen.

 
Andre Manns schreibt:

Hallo,
Habe gerade den Praxistest Edelstahlgrill gelesen. Diesen Grill gibt es auch in einer Bootsvariante mit Befestigung für die Reeling.